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Jan 12
Einmal durch die Hölle und zurück
Mit seinem Debütroman „Schneller als der Tod“, konnte Josh Bazell, selbst studierter Literat und Arzt die Krimiwelt auf ein ganz neues Level führen. Klar, dass man bei seinem Nachfolger: „Einmal durch die Hölle und zurück“ nicht weniger erwartet. Doch wer nun angesichts dieses Titels einen reißerischen, blutrünstigen Thriller erwartet, wird schwerlich enttäuscht. Stattdessen gelingt es dem Autor aufs neue scheinbar unvereinbare Genre miteinander zu verknüpfen und eine Krimi-Chimäre zu zaubern.
Tatsächlich geht es in seinem neusten Werk erneut um den Ex-Mafiakiller Pietro Brwna. Dieser wird von einem IT-Millionär angeheuert die schöne, aber beziehungsgestörte Paläontologin Violeta auf ihrer Mission zu beschützen. Es geht um die Suche nach einem Monster. Nein, kein Serienkiller oder dergleichen. Ein wirkliches Monster, im Sinne von Nessie. Doch es soll sich in einem See in Minnesota befinden. Eine ausgewählte Gruppe von Jägern macht sich daran, dieses Ur-Vieh ausfindig zu machen und zur Strecke zu bringen. Überwacht von einem eigens dafür engagiertem Schiedsrichter, von dem ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten möchte. Nur so viel. Es ist eine freudige Überraschung.
Mit seinem ungewöhnlichen Stil, dem beißendem Humor und der eingebauten Gesellschaftskritik, hat Bazell erneut einen hochinteressanten Krimi geschaffen, der weit über das Übliche Maß von Ermittler fängt Täter-Romanen hinausgeht. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass es hier nicht allein um den Spannungsbogen geht, sondern der Subtext das Salz in der Suppe ist.









