Kerstin Gier 150x150 Kerstin Gier   Für jede Lösung ein ProblemJede Single-Frau ab 30 spürt den gesellschaftlichen Druck und die mitleidigen Blicke aller Paare mit Haus, Hof und Kind. Als würde man wahre Freude nur empfinden können, wenn sich diese durch zwei teilt, geraten alle Singles in den Fokus der mal mehr und mal weniger Verliebten. Gerri ist eine dieser Spätzünderinnen, die, warum auch immer, gerade keinen festen Partner an ihrer Seite wähnt. Infolge ihrer Resignation beschließt sie, Selbstmord zu begehen. Ihr letzter Schritt besteht in der Verabschiedung. Hierfür verfasst sie überaus ehrliche Briefe an Freunde, Familie sowie Bekannte und zählt in ihnen alle relevanten Kritikpunkte auf. Auch verzichtet sie auf Beschönigungen, die den Leser weniger hart träfen. Eine zum Tode Verurteilte fürchtet keine Konsequenzen. Dumm nur, wenn die Durchführung des Suizids nicht planmäßig verläuft und sich die Todesmutige im Anschluss den kritischen Blicken aller Briefempfänger stellen muss. Damit muss man dann leben…

Die 1966 geborene Kerstin Gier veröffentlicht seit 1995 ziemlich erfolgreich Romane aus den Bereichen Jugend-Fantasy und Romantikkomödie. Ihr früherer Roman „Männer und andere Katastrophen“ wurde erfolgreich mit Heike Makatsch verfilmt. Auch ihre „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie steht dem Filmverleih in Kürze in Bildern zur Verfügung. “Für jede Lösung ein Problem” ist leichte, extrem witzige Literaturkost, die man nur empfehlen kann.

 


Die Schmetterlingsinsel 150x150 Die Schmetterlingsinsel   Corina Bomann Corina Bomann schreibt bereits so lange sie denken kann und das nie nur einem Genre zugehörig. Flüchtig erdachte Kindergeschichten verstauben bis heute auf ihrem Dachboden und andere hingegen wurden gedruckt. Die Zahnarzthelferin aus Parchim in Mecklenburg veröffentlichte 2002 ihren ersten Roman der Mystery-Satyr-Reihe. Ihr aktuelles Werk lautet “Die Schmetterlingsinsel” und geht einer Familientragödie auf den Grund. Auch sie macht bei der Veröffentlichung von Pseudonymen Gebrauch, die teilweise offen oder geheim sind. Ihr Vorliebe für das Nähen von historischer Kleidung bindet sie gerne in thematisch passende Lesungen ein. Das 16. Und 17. Jahrhundert bzw. das Viktorianische Zeitalter sind gern gewählte Motive ihrer historischen Jugendromane und eine dankbare Bühne für ihr Hobby.

Diana Wagenbach ist Anwältin in Berlin am Boden: Ihr Mann hat sie betrogen und ihre Großtante liegt im Sterben, wie sie von deren Butler telefonisch erfährt. Kurz darauf macht sie sich auf den Weg nach England, um ihrer Großtante in den letzten Tagen zur Seite zu stehen. Als letzte Lebende der Familie Tremayne beauftragt die Sterbende sie mit der Klärung eines alten Familiengeheimnisses. Ihr Weg führt sie nach Sri Lanka. Hier bewirtschaftete ihre Ururgroßmutter vor 120 Jahren eine Teeplantage. Zwischen atemberaubenden Natureindrücken und kolonialer Vergangenheit sucht sie nach Hinweisen und findet sich dabei wieder. Mit jedem Tag ihrer Anwesenheit wirkt sie befreiter von den Altlasten der Berliner Geschehnisse. Doch als sie dem Geheimnis auf die Spur kommt, gilt es neue alte Tragödien zu überwinden.


Horst Evers 150x150 Für Eile fehlt mir die Zeit   Horst EversHorst Evers ist mit Sicherheit kein Mensch des ausgeklügelten Zeitmanagements. Die Dauer einer Zugfahrt ist für so manchen ein dankbares Zeitfenster zur Erledigung der E-Mails, Telefonate oder im einfachsten Fall zum Lesen. Unvorstellbar für den Wahlberliner, der zur Vollendung dieser Tätigkeiten mindestens eineinhalb Wochen bräuchte.

Das sechste Buch schließt relativ nahtlos an seine früheren Ausführungen an, in denen er beispielsweise die Abhängigkeit von Google in Frage stellte.  Allerdings muss man an dieser Stelle hinzufügen, dass Herr Evers mit Google auf dem Kriegsfuß steht. Sein erster Versuch, sich Suchergebnisse zu seinem Namen aufzeigen zu lassen, brachte ihm die Rückfrage „Worst ever?“ ein. Mit derartigen Anekdoten aus dem stinknormalen Leben begeistert er seine Leser, die das Wechselspiel von schlauer Humoreske und dummen Klamauk mögen. So berichtet er einerseits vom Sinn und Unsinn der Kaffeemaschinen, deren Funktionsweise der Nutzer für den nächsten Morgen vorbestellten kann oder aber wahlweise von seinem Nachbarn, der pausenlos twittert. „Analoges Klassik-Innenhof-Twittern XXL“ nennt er es, wenn sein internetloser Nachbar seine Aktivitäten durch das Fenster auf den Hinterhof schreit. „Für Eile fehlt mir die Zeit“ ist die laut gewordene Anklage eines Mannes, der sich nicht stressen lassen will. Evers Witz ist erprobt und deshalb so gut. In Berlin einschlägig als Kabarettist bekannt, leben seine Bücher von der dramatischen Erfahrung. Horst Evers ist das liebenswerte Schandmaul eines frechen Nachbarsjungen, dem man nicht böse sein kann und in jedem Fall eine gute Unterhaltung.

 


Besser wird´s nicht 150x150 Besser wird´s nicht!   Anja Lerz / Susanne HübscherDie Herausgeberinnen Anja Lerz und Susanne Hübscher hatten die Nase voll vom ewigen Anspruch an sich selbst, besser werden zu müssen. Die Gesellschaft lebt es vor und wir, eindeutiger gesagt die Frauen, machen es dann im Bestfall nach. Es gibt kein Lebensbereich der Frau, der vom Optimierungswahn befreit wäre. Ein Besuch in der Buchhandlung zeichnet das erschreckende Bild eines Geschlechts, deren einziges Lebensziel in der Perfektion zu liegen scheint.  Sex-, Diät-, Einrichtungs-, Fitness-, Mode- oder Beziehungsratgeber sprechen eine vernichtende Sprache: Die Evolution der Frau passiert während ihrer Lebenszeit und muss hart erarbeitet werden.

Mit ihrer kurzweiligen Lektüre “Besser wird´s nicht!” bilden Hübscher und Lerz eine willkommene Opposition und sagen „nein“ zur ewigen Verbesserung und „ja“ zur genehmigten Fehlerhaftigkeit des Selbst. Frau entwickelt sich auch von allein zur Vollendung und benötigt nicht in jedem Zusammenhang den ewig mahnenden Zeigefinger von Menschen, die es besser wissen wollen. Gemeinsam mit Autorinnen wie Bianka BleierSaskia Barthelmeß und Tamara Hinz haben sie eine charmante Form gefunden, diese Modemacke ad absurdum zu führen. Schließlich ist jede Frau anders und Mode ist kein Lexikon!

 

 


32569660n 150x150 Dora Heldt – Bei Hitze ist es wenigstens nicht kaltDora Heldt spricht wahrscheinlich neunzig Prozent aller Frauen aus der Seele. Ihr Buch „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“ ist der unkomplizierte, feministische und nicht zuletzt aberwitzige Umgang mit dem Älterwerden, der Menopause und dem diabolischen 50. Geburtstag. Die waschechte Sylterin hatte sich im Vorfeld nicht die leichtesten Gedanken um ihr halbes Jahrhundert gemacht und gleichzeitig dazu entschieden, dass sie sich darauf freuen würde, wenn denn das Buch ein Erfolg werden würde. Die Freude muss sehr groß gewesen sein.

Doris wird fünfzig. Ein Tag, den man genauso gut unter der Decke im Bett verbringen könnte. Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, dass es darauf hinauslaufen würde, dass sie sich mit samt der Familie in einer spießigen Gaststätte einfinden würde. Dann hieße es möglichst schnell zu trinken, um möglichst schnell nichts mehr zu merken. Altwerden kann ein Problem sein. Stimmungsschwankungen, beginnende Arthrose und saunaähnliche Schweißausbrüche sind nur einige Widrigkeiten, mit denen sich die Frau ab 50 rumschlagen muss. Doris macht das Beste daraus beschließt mit ihren Schulfreundinnen, den tiefer werdenden Falten mit einem Wellnesswochenende an der Ostsee zu begegnen. Bei Fangopackung, Massage, Champagner und Erdbeeren ist aber nicht alles so entspannend wie die Planung es vermuten ließ. Der gewünschte Frieden steht auf der Kippe.


34451990n 150x150 Sarah Lark   Die Tränen der Maori Göttin

Sarah Lark veröffentlicht seit ihrem ersten Roman „Im Land der weißen Wolke“ im Jahre 2007 sehr erfolgreich rührende Sehnsucht fördernde Romane. Ihre Motive stammen aus ihrer früheren Anstellung als Reiseleiterin, in der sie unvergesslich schöne Orte auf der ganzen Welt bereiste. Die gebürtige Deutsche lebt heute in Spanien und schreibt dort unter dem Pseudonym Ricarda Jordan. Unter diesem Namen widmet sie sich ebenso eindrucksvollen Geschichten des Mittelalters. Auch Sarah Lark ist ein frei gewähltes Alter Ego. Ihr wahrer Name wird nicht bekannt gegeben. Die Darstellung ihrer Figuren profitiert ungemein von ihrem Psychologiestudium, das sie ebenfalls absolvierte. „Die Tränen der Maori-Göttin“ ist der Abschluss einer Trilogie, die aus dem Leben der Maori, aber auch Lizzy und Michael Drurys bzw. deren Kinder berichtet. Als Kulisse dient das malerische Neuseeland, in denen Sarah Lark ihre Geschichten zwischen kulturellen Grenzen, Liebe, Fernweh und Selbstverwirklichung bettet.

Kevin, der Sohn von Lizzy und Michael, macht sich auf den Weg nach Südafrika. Als junger patenter Arzt und ausgezeichneter Reiter, der er ist, scheint er prädestiniert zu sein, als Stabsarzt im Burenkrieg Hilfe zu leisten. Roberta lässt er zurück, die aber schwört, am gemeinsamen Glück festzuhalten. Gleichzeitig versucht sich Atamarie als einziges Mädchen im Studium der Ingenieurswissenschaften zu behaupten, um dem Lenkdrachen der Maori auf den Grund zu gehen. Richard Pearce, ein Flugpionier, den sie dort kennenlernt, stellt sie vor eine zermürbende Entscheidung.

 


Foundation Trilogie 150x150 Buchtipp: Isaac Asimov – Die Foundation Trilogie Die Foundation Trilogie“ ist ein bedeutsamer Teil des Lebenswerks einer der besten Science-Fiction-Autoren aller Zeiten. Isaac Asimov veröffentlichte mehr als 500 Bücher und 1600 Essays. Außerdem widmete er sich auch anderen Bereichen der Literatur und schrieb Sachbücher mit wissenschaftlichen

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Themen. Er war Ehrenvizepräsident des Vereins Hochintelligenter namens „Mensa“ und publizierte selbst eine Zeitung. Er war Doktor der Biochemie und brachte sich bereits mit fünf Jahren allein das Lesen bei. Ab 1939, mit zwanzig Jahren, veröffentlichte er seine Kurzgeschichten, von denen er einige zur Foundation Trilogie zusammenfasste. In drei Bänden erzählt er das Ende eines alten und den Aufstieg eines neuen intergalaktischen Imperiums einer fiktiven Zukunft. Als Vorlage und Inspiration gilt der Untergang des Römischen Reiches.

Im ersten Band lernen wir Trantor kennen, den Verwaltungsplaneten und Hari Seldon, den Begründer der Psychohistorik. Diese ist eine wissenschaftliche Auswertung kollektiver, geschichtlicher Erinnerungen zur Bestimmung einer Zukunft. Mit dieser Erfindung prophezeit Seldon den Untergang des Imperiums und wird darauf nach Terminus verbannt. Hier, am Rande der Milchstraße, entstehen nach dem Seldons neue Königreiche, die nach Macht hungern. Terminus gewinnt aufgrund seiner wissenschaftlichen Fortschrittlichkeit schnell an Macht. Die Atomkraft wird politisches Druckmittel, da nicht alle über diese Technologie verfügen. Im zweiten Band akquiriert das Muli mit unerklärlichen Mitteln die besten Männer aus allen Königreichen zur Erbauung eines neuen. Mit dem Zerfall des alten Imperiums steht dem Mutanten nur noch eine kleine, aber nicht zu unterschätzende Opposition entgegen, die der dritte Band genauer vorstellt. Diese Gegner der Mulis sind keine Anderen als die Gelehrten des Hari Seldon, deren stärkste Waffe die Geisteswissenschaften sind. Mit diesem psychologischem Vorteil geht diese zweite Stiftung in einen Krieg gegen den übermächtigen Mutanten.


Sterbestunde 150x150 Michael Hübner   Sterbestunde Michael Hübner arbeitete als Keramiker, Logistiker und freiberuflicher Webdesigner, bevor er sich dem Schreiben widmete. Sein Erstlingswerk „Stigma“ war ein wahrer Überraschungserfolg, der auch ihn überrollte. Die Erwartungen für das Folgebuch waren denkbar hoch. Mit „Sterbestunde“ spielt er nun in der zweiten Runde um die Lesergunst und berichtet aus einem Fall des Koblenzer Kommissars Sven Becker, der neben abenteuerlichen Fällen auch seine poröse Ehe bearbeiten muss.

Die Polizeikollegen Sven Becker und Edmund Heibel untersuchen einen anfangs trivialen Unfall mit Fahrerflucht. Kurios wird die Situation, als auch andere Kollegen des Zivildienstleistenden, der bei dem Unfall das Leben verlor, ebenfalls den Tod finden. Die rätselhaften Umständen des Seniorenwohnheims Waldesruh rufen auch den unsympathischen Journalist Walter Koschny auf den Plan, der Becker nicht nur in seiner Arbeit behindert, sondern auch den einfachen Umgang überaus schwierig gestaltet. Noch mysteriösere Formen nimmt der Fall an, als bei einer Toten des Pflegeheims HIV-resistente Zellen diagnostiziert werden. Der Heimdirektor verschwindet und die Totenrate steigt weiter.

Wieder beweist Michael Hübner, dass seine schriftstellerische Tätigkeit lange überfällig war. Meisterhaft spannend gestaltet er den Erzählverlauf mit schnellen Wechseln, authentisch ausgearbeiteten Hauptfiguren und schlauen Auflösungen. Eine echte Krimifreude, auf die sich das Warten gelohnt hat.

 


Martenstein 150x150 Harald Martenstein   Gefühlte Nähe Harald Martensein, „Zeit”-Kolumnist, hat sich aufgemacht, einen Roman zu schreiben, der das Paarungsverhalten der Frauen im Pauschalen erfassen will. Nicht das Wechselspiel von weiblichen und männlichen Klischees soll hier Erwähnung finden, sondern das Beispiel der Frau „N.“ auf das Peinlichste und Kleinste seziert werden. Der Leser ist geneigt zwischen all den harten Worten, eine Frau aus Martensteins Vergangenheit zu wähnen, doch dieser Frage wollen wir an dieser Stelle nicht weiter nachgehen…

Martenstein erzählt etappenhaft von 23 mehr oder weniger langen Partnerschaften einer Frau, die als

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schönes und selbstbewusstes Hippiemädchen ihren Lehrer auf der Klassenfahrt verführt. Dies ist der sexuelle und gleich so verruchte Einstieg in die gelebte Weiblichkeit, die zum Finale des Buches als verzweifelte Sextouristin, mit einem deutschen Pass wedelnd, endet, als erbrachte Gegenleistung für fünf Jahre gemeinsam „Gefühlte Nähe“. Martenstein ist ein Meister der Worte, der in all seiner Derbheit Wunden reißt, wo Narben waren. Hier trifft der Leser auf kontroverse Meinungen, die den Autor zum Sarazzin der Geschlechterstudien avancieren lassen. Erzählt werden die Episoden aus Sicht der 23 Männer, die in der Gesamtheit ein differenziertes Bild der Frauenpersönlichkeit ergeben sollen. Ob das gelungen ist, kann jeder selbst nachlesen, sich dann ärgern oder den grimmigen und verletzten Ausführungen des Herrn Martenstein beipflichten.

 

favicon Harald Martenstein   Gefühlte Nähe  Harald Martenstein   Gefühlte Nähe


Precht 150x150 Richard D. Precht   Die Kunst, kein Egoist zu seinRichard David Precht schreibt thesenartig, wissenschaftlich fundiert, doch dabei recht populär. Wenngleich seine Fakten oft trockenen Charakters sind, schafft er es, diese informativ und mit belletristischem Charme zu vermitteln. Sein früheres Buch „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ thront stolz auf Platz drei der Beststeller-Liste des Jahrzehnts. Es wurde mittlerweile in 32 Sprachen übersetzt und über eine Million verkauft.

Sein 2010 veröffentlichtes Sachbuch „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ schließt an diese philosophischen Fragestellungen an und verbindet diese gleichzeitig mit wirtschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Aspekten unserer Zeit. Er unterteilt seine Ausführungen grob in drei Kapitel und benennt diese „Gut und Böse“, „Wollen und Tun“ bzw. „Moral und Gesellschaft“.  Er kommt schnell zur Einsicht, dass der Mensch das Bedürfnis hat, gut zu sein, aber dass verschiedene Faktoren dieses Ziel negativ beeinflussen. Als gesellschaftlichen Multiplikator führt er die Gruppendynamik an, die das eigene Bestreben verfälscht. Außerdem befindet er die Einführung des Geldes als Beginn eines Belohnungssystems, das jede gute Tat bezahlt wissen will. Das Ego selbst entwickelt Strategien als Entschuldigung für ein eventuelles Versagen auf dem Weg zur Unschuld, indem es vergleicht und verdrängt. Es sei absolut normal, dass auch überragend moralische Menschen Fehlern erliegen, vor denen sie andere wiederum gewarnt hatten. In der Gesamtheit wirken Prechts Ausführungen wie ein Manifest mit großem Wahrheitsgehalt und hilfreicher Leitfaden zum besseren Menschsein. Ebenso verweist er auf politische Umstände, die der Vervollkommnung des reinen Menschen im Wege stehen. Die Summe an Informationen und Querverweisen muss zum absoluten  Verständnis erst noch vom Leser durchdacht werden, aber „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ setzt eine fruchtbare Saat, die viele Früchte tragen kann.

 


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