28
Mrz 10
Der Turm
Mit Der Turm hat Uwe Tellkamp 2008 den Deutschen Bücherpreis gewonnen. Das gut 1.000 Seiten fassende Mammutwerk erzählt die Geschichte der DDR zwischen den Jahren 1982 und 1989. Anhand seiner Protagonisten, welche in Dresden beheimatet sind, schildert er ein recht düsteres Bild der letzten Jahre. Keine “Ostalgie”, wie sie andernorts geradezu zelebriert wird.
Diese Ansichtsweise mag vielen, vor allem ehemaligen DDR-Bürgern, befremdlich, ja gar abstoßend, vorkommen. Möchten sie doch gerne das Bild der guten alten Republik hochhalten, zu der viele auch gerne wieder zurückkehren würden, wenn denn möglich. Dagegen hält Tellkamp eine Gesellschaft des allmählichen Zerfalls. Wo sich Schimmel an den Decken bildet, der nicht einmal mehr mit Bootslack bekämpft werden kann. In der eine Plangesellschaft alles vorgibt und Lagermentalität gelebt wird. Auch die Stasi-Machenschaften werden en detail wiedergegeben und zeigen eine zutiefst erschütterte Seele, die das Vertrauen in den Nachbarn und all die anderen Mitmenschen verloren hat.
Vielleicht ist es zu viel Schwarzmalerei, vielleicht aber auch genau die richtige Dosis, um einen verklärten Blick auf eine Vergangenheit zu werfen, die sicher auch ihre glücklichen Momente hatte, jedoch nicht ohne Grund dem Untergang so nahe stand.
Der Turm wird in jedem Fall ein Standardwerk zum Leben der damaligen Zeit werden, da hilft auch noch so viel Kritik nicht.

Der eine oder andere von euch kennt vielleicht schon die Romane von Cody McFadyen mit seiner Protagonistin Smoky Barrett. Für die, bei denen es nicht so ist, habe ich jetzt zwei tolle Alternativen. Entweder ihr besorgt euch
Liza Marklund hat mit ihrer Reihe über Fälle von der Journalistin Annika Bengtzon einen wahren Reigen von Krimibüchern geschrieben, der sich nahtlos in den momentanen Skandinavien-Krimi-Hype einfügen lässt, den zuletzt Stieg Larsson mit seiner Trilogie befeuert hat.
Nein, bei
Möchte man seinen Zuhörern oder Lesern etwas mit auf den Weg geben, so empfiehlt es sich in den seltensten Fällen direkt Ratschläge zu erteilen, oder gar belehrend aufzutreten. Vielmehr muss die Botschaft, verpackt in eine schöne Geschichte, subtil erkannt werden. Ganz ähnlich einer Fabel, welche zum Ende hin eine gewisse Moral beherbergt. Dieses Kunststück ist dem brasilianischen Autor Paulo Coelho auf so bewundernswerte Weise gelungen, dass sein Buch