30
Mrz 12
Helmut Ballot – Das Haus der Krokodile
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich ein wenig skeptisch war, was den Erfolg eines Kinofilms angeht, den man als Thriller für Kids bezeichnen kann. Interessanterweise hat „Das Haus der Krokodile“ in seiner ersten Kinowoche richtig viele Besucher in die Kinosäle gezogen, wohl auch, weil die Story viel zu bieten hat, was Gruselfaktor hervorbringt – ein altes Haus, ein mysteriöses Tagebuch und einen kleinen Jungen, der sich auf die Spuren eines ungeklärten Verbrechens begibt. Dies ist selbstverständlich in einen kindergerechten Rahmen verpackt, doch auch der eine oder andere Erwachsene könnte sich ein wenig fürchten. Basierend auf der Grundlage von Helmut Ballot wird „Das Haus der Krokodile“ so zum atemberaubenden Abenteuer für die ganze Familie.
Als der elfjährige Viktor in einem der alten Räume seines Wohnhauses ein ausgestopftes Krokodil findet, ahnt er noch nicht, in welch spannende Angelegenheit er damit hereinrutscht. Da die Eltern sich für ein paar Tage auf Geschäftsreise befinden, ist Viktor allein mit seinen älteren Schwestern zuhause und bekommt so viel Möglichkeit, dem eigenartigen Fund nachzugehen. In einem Tagebuch der verstorbenen Großkusine Cäcilie, die einst auf ungeklärte Weise ums Leben kam, findet er Hinweise, auf deren Spuren er zum Detektiv wird. Zur Klärung des Falles tragen auch der zwielichtige Nachbar Strichninsky, Frau Diebisch und ihr Sohn Friedrich bei und das, obwohl nicht ganz klar ist, welche Rolle sie in dem Fall spielen und was genau sie bezwecken wollen.

Menschen machen Fehler, jeder irgendwann irgendeinen, der entweder mehr oder weniger schwerwiegend ist. Die Aufgabe einer intakten Gesellschaft liegt darin, ihn dafür nach unseren Gesetzen und Normvorstellungen zu bestrafen und Reuenden danach die Chance zu geben, sich wieder richtig einzugliedern. Abdel saß im Knast und hat seine Strafe verbüßt, er bleibt aber zunächst arbeitslos, auch weil ihn die Gesellschaft meidet. Mit einem eher ungewöhnlichen Arbeitsangebot bekommt er seine zweite Chance und nutzt diese mit Bravour, indem er dem querschnittsgelähmten Philippe die Lust am Leben zurückschenkt und so Teil eines der erfolgreichsten französischen Filme aller Zeiten wurde – „
Geschichte ist etwas, das wir uns ewig erhalten sollten. Niemals sollte man vergessen, wo man herkommt, was man in der Vergangenheit getan oder nicht getan hat. In der Geschichte eines jeden Landes finden sich positive Ereignisse und welche, von denen man später lieber Abstand nimmt. Das Entscheidende aber ist, nichts von dem zu leugnen und sich stattdessen daran zu erinnern, was einmal war. Dem entgegen steht unsere gesellschaftliche Wandlung, die durch ihr rasantes Tempo dafür sorgt, dass wir viele Dinge schnell vergessen, eben weil sich alles so schnell wandelt. Helmut Kuhn erinnert in „


Es gibt diverse Abhandlungen zur Psychologie des Diktators Josef Stalin, doch diese waren bisher zumeist wage, da sie aus subjektiven Eindrücken von Augenzeugen zusammengetragen und danach analysiert wurden. Professor Doktor Jörg Baberowski nähert sich dem Wesen des augenscheinlichen Despoten akribisch und studierte dafür die einzelnen Etappen seines öffentlichen Wirkens, die er in Moskauer Archiven recherchierte und sie der Welt an dieser Stelle erstmals präsentiert. Der Historiker der Berliner Humboldtuniversität formulierte das Anliegen seiner Studie in den Fragestellungen „Woher kam die Gewalt, mit der die Machthaber die Gesellschaften des sowjetischen Vielvölkerimperiums überzogen? Und welche Verheerungen richtete sie an?“ und ermittelte Stalin als treibende Kraft.