Das Känguru Manifest Das Känguru ManifestMarc-Uwe Kling hat mit den Känguru-Chroniken das Humorzentrum vieler Leser getroffen. Umso erfreulicher, dass er nun mit „Das Känguru-Manifest“ den heiß ersehnten Nachfolger herausgebracht hat. Erneut bekommen wir Haarsträubendes, Witziges, aber auch Deprimierendes zu hören.

In dem neuen Buch bekommt das Känguru gleich zwei neue Nachbarn. Einen Pinguin, der treffenderweise Tiefkühlkost ausfährt, und einen Sarrazin-Verschnitt. Hier trifft George Orwell auf Comedy und es werden sogar neue Bio-Limonade-Sorten vorgestellt. Wer allzu konservativ ist, sollte dieses Buch meiden, wer indes die Weltformel sucht, ist hier

goldrichtig.
Fight-Clubs, Anti-Terror-Anschläge und ein asoziales Netzwerk als Pendant zu Facebook sind nur einige der Höhepunkte, um die es geht. Auch die Finanzkrise und die Bad Banks werden hier von einer ganz neuen Seite beleuchtet.

Auffällig ist, dass neben den zum Teil albernen Einlagen dieses Mal auch ein gewisser Ernst Einzug hält. Fast depressive Passagen säumen das Buch und zeigen, dass auch ein gewisses politisches Umfeld Einfluss auf den Autor genommen hat. Nach wie vor ist das Känguru aber urkomisch und sollte für jede Menge Lacher und Schmunzler sorgen. Wer das Tagesgeschehen verfolgt, wird hier mit den angebrachten Witzen seinen Spaß haben und sollte sich von öffentlichen Plätzen fernhalten. Denn lauthals loslachen sorgt für irritierte Blicke der Mitbürger icon wink Das Känguru Manifest .


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