Die ArenaViele Fans jubelten und sagten: „Da issa wieder!“. Nach zuletzt durchwachsenen Büchern von Stephen King kann dieser mit „Die Arena“ mal wieder so richtig punkten und Boden gut machen, um hier nur einige Redewendungen zu nennen. Der Wälzer, über 1.000 (!) Seiten dick, sprudelt nur so vor Spannung und wurde laut Gerüchten von so Manchem an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gelesen, natürlich bis tief in die Nacht, bei durchschnittlich 100 Seiten pro Stunde. Jetzt liegt es also an Ihnen…

Doch kommen wir zunächst einmal kurz zur Geschichte. Chester’s Mill ist eine Kleinstadt irgendwo in England. Eines Tages wird sie unverhofft zum Sozialexperiment, als ein undurchdringliches Kraftfeld sich über sie legt, wie eine übergroße Käseglocke. Das können Sie im Grunde genommen als Randinformationen betrachten, denn dieser Umstand, so fantastisch er auch erscheint, dient eigentlich nur dafür, eine Szenario zu erstellen, in dem Menschen in eine Ausnahmesituation gebracht werden.

King hat es von jeher verstanden menschliche Abgründe zu sezieren und sie im Detail zu beschreiben. Auch in diesem Roman ist ihm das wieder ganz vortrefflich gelungen. Auch wenn es sprachlich nicht unbedingt Oberklasse ist (King bezeichnet seine Qualität selbst als „Big Mac“- Schreibstil), so kann ihm psychologisch doch kaum jemand das Wasser reichen. Schon gar nicht in Verbindung mit der Spannungskomponente, denn die ist nach wie vor unübertroffen.


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