Fette Fische
17
Jul 09
Umweltverschmutzung gehört ja nicht gerade zum Thema Nr. 1 auf dem Pausenhof. Da wird schon eher über Pannini Sammelalben gesprochen (obwohl ich jetzt lesen musst, dass deren Ära zu Ende gegangen ist), oder Pokemon. Umweltschutz rangiert hier ungefähr vor Zahnarztbesuchen und hinter Spinatessen. Das eine solche Thematik aber sehr wohl unterhaltend und für Kinder aufbereitet werden kann, beweist Carl Hiaasen in seinem zweiten Kinderbuchroman: Fette Fische. Noahs Vater, ein Umweltaktivist mit Leib und Seele, lässt mal eben etwas unbedacht und vorschnell handelnd die Choral Queen, ein Casino-Schiff sinken, indem er sie in Brand setzt. Das tat er, weil sie ihre Abwässer einfach ins Meer hinaus bläst. Bei den Behörden trifft er jedoch auf taube Ohren und landet so zuletzt in Kittchen.
Nun liegt es also an Noah und seiner Schwester zu beweisen, dass ihr Vater kein Verrückter Umweltschützer ist, sondern Beweise und vor allem einen Grund für seine Tat hatte. Natürlich gibt es in diesem Kinderbuch auch die plakativen Bösewichter in Form von Dusty Muleman, dem Schiffsbesitzer und seinem Sohn samt gewaltbereitem Freund. Stereotypie in ihrer sympathischsten Form, gepaart mit einem Happy End und witzigen Dialogen zeichnen dieses Buch aus und machen es zu einem echten Bestseller.
