Geisterfahrer
20
Aug 09
Als Sechsjähriger verliert Tim Köhrey (man könnte es Curry aussprechen) seine Eltern bei einem Autounfall, sie erraten welcher Art dieser ist. Also kommt er zu Pflegeeltern, die ihn nicht besonders gern haben, dafür aber das Pflegegeld umso mehr. Er kommt aufs Gymnasium und lernt seinen dicken – pardon – fetten Freund Kuhle kennen. Durch Dick und Dünn gehen sie fortan durchs Leben und machen durch ihr DJ-Talent auf sich aufmerksam. Ganz nebenbei findet Tom mit 17 noch seine große Liebe, Melanie. Das Leben könnte nicht schöner sein.
Doch hat alles, oder zumindest vieles leider auch ein Ende. Freundin knutscht Fremd, bester Freund tut noch etwas viel schlimmeres und so lässt Tim alles hinter sich. Mit gelegentlichen DJ-Auftritten, One-Night-Stands und Puffbesuchen lässt sich das Leben einigermaßen ertragen und betäubt den Schmerz der Vergangenheit.
Doch die Geister der Vergangenheit sind stärker als die Freude rund um ein Reihenhaus, Job als EDV-Faktotum und Vernunftehe. Mit 37 macht sich Tom also noch mal auf, das große Glück zu finden.
Geisterfahrer von Tom Liehr ist wohl das bisher beste Buch dieses Autors. Man merkt dass er sich in diesem Genre wohl fühlt und die locker, leichte Sprache ist flüssig und gut zu lesen. Es ist eine Geschichte um Liebe, die Flucht vorm Leben und Wiederbesinnung.
