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Apr 12
Russendisko- Wladimir Kaminer
Vor ungefähr zehn Jahren gelang Wladimir Kaminer mit seiner Erstveröffentlichung „Russendisko“ ein Überraschungserfolg und Gleiches darf man wohl auch von der aktuellen Leinwandadaption mit selben Titel von Oliver Ziegenbalg erwarten – wenn auch weniger überraschend. Zurzeit gibt es augenscheinlich keinen erfolgreicheren Schauspieler als Matthias Schweighöfer, der die Hauptrolle in dieser lange geplanten Verfilmung durchaus passend besetzt. Einige kritische Stimmen munkeln, dass der Kinofilm leider nicht den Charme und den Witz versprüht, den das Buch noch hatte. Die Filmvorlage war eine liebvolle und authentische Sammlung von Kurzgeschichten, die mehr oder weniger zusammenhängend, einen skurrilen, doch lebensnahen Einblick in Kaminers Subkultur hergaben. Mit derbem Humor und russischem Herzblut stellten sie sich einer neuen Welt fernab der Heimat und erlebten Liebe, Frust und Abenteuer.
Alles passiert im Sommer 1990, als Kaminer und seine zwei Freunde, Mischa und Andrej, bepackt mit vielen Träumen, doch wenig Rubel die junge deutsche Hauptstadt erobern. Anfänglich in einem heruntergekommenen Marzahner Ausländerwohnheim untergebracht suchen sich die drei bald eine schönere Bleibe im Prenzlauer Berg. Andrej ist eher der schwerfällige Charakter der drei Witzbolde. Ihn plagt das Heimweh, was ihn aber nicht davon abhält, eine Vielzahl von Plänen zu entwickeln, die zum schnellen Geld führen. Mischa träumt von einer Musikerkarriere. Nur Wladimir scheint perspektivlos und dümpelt durch wahnwitzige Episoden der Berliner Nachwendezeit. Überall warten Probleme und Ärger: Sei es der Streit mit Vietnamesen über die Rechte am örtlichen Zigarettenverkauf oder das Überschreiten der Aufenthaltsgenehmigung und eine drohende Abschiebung. Bei derart vielen Schwierigkeiten würden viele die Heimreise antreten, doch Kaminer verliebt sich in „die schönste Frau der Welt“ Olga und buhlt fortan überaus einfallsreich um ihre Aufmerksamkeit.
Ein liebevolles, autobiografisches Romandebut, das bis heute schon 1,3 Millionen Leser zählt und dank des aktuellen Kinoprogramms sicher noch viele weitere gewinnen wird.







Endlich mal wieder ein schön schnoddriger Roman über das Erwachsenwerden von uns Jungs. Denn am liebsten werden wir ja überhaupt nicht erwachsen und schlittern von der Pubertät direkt in die Rente. Die Punkband
Rosa bezeichnet sich selbst als das typische Klischee. Nicht wirklich erwähnenswert und daher auch eher traurig. Im Zuge dessen geht sie mit einem vermeintlichen One-Night-Stand in den Zirkus, wo sie auf einen Magier trifft, der sein Handwerk zu verstehen scheint. Denn wenig später findet sie sich in das 16. Jahrhundert zurückversetzt und teilt sich den Körper mit niemand geringerem als William Shakespeare. Auch ihr Timing könnte besser sein, da sie mitten in ein Duell hereinplatzt.
Ich muss zu allererst einmal ein Geständnis ablegen. Ich stamme nicht aus dem Ruhrgebiet! Ich weiß, ich weiß. Nicht jeder kann perfekt sein und ich bitte sogleich um Vergebung. Nichtsdestotrotz möchte ich auf