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Jan 12

Ja, aber…

ja aber buch Ja, aber…Habt ihr euch schon einmal Gedanken zu eurer Sprache gemacht? Nein? Dann wird es höchste Zeit! Denn obwohl alltäglich eingesetzt, wird die Sprache von den meisten sträflich vernachlässigt. Dabei birgt sie ein ungeheures Potential und vermag unser ganzes Handeln zu bestimmen.

Die Autorin Leila Kühne de Haan hat in ihrem Buch: Ja, aber… die alltägliche Stolperfallen aufgelistet, die sich in unsere Sprache eingeschlichen haben. So handelt gleich das erste Kapitel von dem unscheinbaren, aber mächtigen Wort „aber“. Wir würden gerne dies und das tun, aber… Sofort relativieren wir und versperren uns den weg oder geben unserem Gegenüber keine klare Aussage. Anhand von praxistauglichen Beispielen verdeutlicht die Autorin ihren Standpunkt und hilft dem Verständnis des Lesers auf die Sprünge.

Das Buch ist nichts für nebenbei. Denn obwohl die Kapitel knackig und knapp gehalten sind, sollte man mit voller Konzentration ans Werk gehen. Das Gelesene ist zu wichtig, um es nur zu überfliegen und kann euch tatsächlich helfen über sich selbst, seine Sprache und vor allem die eigene Gedankenwelt zu reflektieren.

Eben ein klassischer Ratgeber, der aber nicht abgedroschen wirkt, sondern lebensnahe Hilfe bietet. Die Sprache, der sich die Autorin bemächtigt, ist im Übrigen leicht verständlich, was dem Lesegenuss entgegenkommt.


Steve Jobs Walter Isaacson: Steve JobsWalter Isaacsons Steve Jobs-Biographie könnte es zum Buch des Jahres schaffen. Leider profitiert das Buch vom Tod des Apple-Gründers. Der Hype um Jobs wird hier, fast selbstverständlich, für das Buch ausgenutzt, was aber keinesfalls unverständlich ist und die Arbeit daran schmälern soll. Im Gegenteil. Isaacson schafft es in diesem Buch unparteiisch das Leben von Steve Jobs wiederzugeben.

Viele frühere, inoffizielle Biographien huldigen oder verreißen Jobs. Er ist der Dämon oder der Heilbringer. Der Autor versteht es in diesem Buch jedoch geschickt, dem Leser sein eigenes Urteil zu erlauben. Indem er diametrale Positionen und Meinungen gegenüberstellt, kann man sich die Argumente anhören und zu einem eigenen Bild kommen. Zudem ist es dem Bemühen des Autors zu verdanken, dass wir eine gut recherchierte Sichtweise auf die Vergangenheit erhalten. Die verschiedensten Menschen kommen zu Wort und erzählen ihre eigene Geschichte und Sichtweise der Dinge.

Aus heutiger Sicht würde man bei Jobs wohl ein Borderline-Syndrom diagnostizieren. So kann er zu tiefem Mitgefühl und Romantik im Stande sein, wie zu kompletter Ignoranz und Herrschsüchtigkeit. Vielleicht war genau diese Kombination nötig, um die Dinge zu schaffen, die uns heute das Leben erleichtern und es geradezu revolutioniert haben.

Einziger Kritikpunkt ist die etwas saloppe Übersetzung des Buches ins Deutsche. Wer also des Englischen mächtig ist, sollte sich überlegen das Original zu lesen.


Ja aber . . . Ja, aber… Die heimliche Kraft alltäglicher WorteEs ist mal wieder an der Zeit, Ihr Leben zu verändern. Sie glauben mir nicht? Vielleicht werden Sie nach dem Hören des Buches Ja, aber…: Die heimliche Kraft alltäglicher Worte und wie man durch bewusstes Sprechen selbstbewusster wird anders denken. Denn die Autorin Lelia Kühne de Haan zeigt auf, wie Sprache, und damit meinen wir die Wörter, uns beeinflusst.

Der Ansatz ist so simpel wie verständlich. Unser Denken basiert auf den Wörtern, die wir nutzen. Sind diese falsch, kann unser Denken nicht funktionieren. Mit ihrem Buch öffnet die Autorin eine Tür, die uns aus dieser Falle befreien soll. Dabei geht sie didaktisch klug vor, denn den Zuhörer erwartet kein staubtrockener Monolog, sondern Alltägliches, das amüsant präsentiert wird. Das hilft dem Verständnis von der Relevanz dieses Themas ungemein. Dabei sollten Sie sich aber auch klar machen, dass es nicht damit getan ist, nebenbei beim Autofahren zuzuhören. Vielmehr verlangt dieses Hörbuch mehr denn je Ihre Konzentration und Bereitschaft zu lernen.

Wenn Sie dazu bereit sind, kann und wird dieses Buch Ihr Denken verändern. Sie bekommen keine vorgefertigten Pläne oder dergleichen. Vielmehr werden Sie selbst Stück für Stück zu einer Erkenntnis gelangen, die Sie fortan Probleme anders angehen lässt.

Wenn das nicht Grund genug zum Reinhören ist, weiß ich auch nicht.


Kopf schlägt Kapital Kopf schlägt Kapital Momentan ächzen die Aktienmärkte, Hiobsbotschaften überfluten die Nachrichtenkanäle und es scheint, als würde eine allgemeine Angst geschürt. Kein freundliches Umfeld für Entrepreneure sollte man meinen. Firmengründungen sind hierzulande eher unterdurchschnittlich vertreten. Man arbeitet lieber in einem „sicheren“ Beruf als Angestellter. Zu viele Negativbeispiele und Herausforderungen schrecken die meisten ab.

Dass es auch anders geht, beweist Günter Faltin in seinem Buch Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art ein Unternehmen zu führen. Der Entrepreneurship-Professor räumt mit Vorurteilen, bzw. Dogmen auf. Seiner Meinung nach sollte die Idee und nicht das wirtschaftliche Fachwissen im Vordergrund stehen. Klare Strukturen, ein zielgerichtetes Marketing und eine überzeugende Idee sind wichtig. Was man nicht selber kann, weil man kein Profi auf dem Gebiet ist, sollte man outsourcen. Denn es gibt genügend Unternehmen, die das besser und vor allem günstiger schaffen.

So bleibt auch mehr Zeit und Raum für die kreative Ausarbeitung der eigentlichen Idee. Damit geht der Autor einen gänzlich anderen Weg, als ihn viele Unternehmensratgeber einschlagen. Doch sein Erfolg gibt ihm Recht. Sein Projekt „Teekampagne“ gehört deutschlandweit zum größten Tee-Importeur.

Dieses Buch schafft es, Jungunternehmern neuen Mut zu geben, damit sie sich nicht von den vermeintlichen Widrigkeiten dieses Berufsfeldes unterkriegen lassen. Eine willkommene Abwechslung in der sonstigen Einheitstristesse.


Thorsten Havener Denk doch was du willst Denk doch, was du willst – Die Freiheit der GedankenNach “Ich weiß, was du denkst” und “Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten” ist “Denk doch, was du willst – Die Freiheit der Gedanken” nun das dritte Buch von Thorsten Havener. Der Mann scheint einen Zeitgeist getroffen zu haben. Menschen interessieren sich immer mehr für die unterschwelligen Botschaften, für Gestik und Mimik. Selbst Serien wie Lie to Me machen deutlich, dass es offenbar mehr gibt und man das Dazwischen oder Dahinter erkennen muss, um einen Menschen zu verstehen oder beeinflussen zu können.

So legt Havener den Schwerpunkt im Buch auch auf das Erkennen von Gestik und Mimik und wie man Menschen beeinflussen kann. Er nutzt absichtlich nicht das Wort manipulieren, da es schon sehr negativ geprägt ist. Wir denken dann an windige Autoverkäufer, Vertreter vor unserer Tür oder die Kaffeefahrt, bei der einem alles Mögliche angedreht wird. Doch man muss Menschen nicht gegen ihren Willen manipulieren. Stattdessen kann man sie positiv beeinflussen, von den eigenen Stärken überzeugen. Sowohl im Privat- als auch Berufsleben kann das der entscheidende Unterschied sein.

Wer die ersten beiden Bücher gemocht hat, wird auch hier wieder voll auf seine Kosten kommen. Mit witzigen Anekdoten vermittelt der Autor sein Wissen und zaubert dem Leser einstweilen auch ein Schmunzeln auf die Lippen. Für Profis auf dem Gebiet ist der Inhalt sicherlich nichts neues, da er zumeist sehr allgemein angeschnitten wird.


Denken sie nicht an den blauen Elefanten!: Die Macht der GedankenMit seinem ersten Buch „Ich weiß, was Du denkst“ hat Thorsten Havener ein Bewusstsein für die Kraft der Gedanken generiert. Er hat Tricks präsentiert, die die Leser in ihren Alltag einbauen können und mit denen man das Leben einfach ein bisschen anders sieht. Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten! Die Macht der Gedanken führt diese Wandlung fort, bzw. fängt dort an, wo das erste Buch aufgehört hat.

Zusammen mit Dr. Med. Michael Spitzbart erklärt er dabei, wie man mit dem Denken seine Umgebung verändern kann und welche Macht die Gedanken besitzen. Spitzbart übernimmt dabei den Part des wissenschaftlichen Erklärens. Was passiert eigentlich genau, wenn wir denken? Von Botenstoffen, Synapsen und ähnlichem. Das geht in dem Buch dann auch mitunter sehr ins Detail. Hier muss jeder selbst entscheiden, ob er das interessant findet, oder es eher eine nette Dreingabe ist. In jedem Fall bekommt man einen ausführlichen Einblick in unser Gehirn und dessen Abläufe, was ja nicht unbedingt schaden muss ;) .

Darüber hinaus werden Techniken aufgezeigt, mit denen man sich aus der Manipulation der Gedanken und deren Beschränkung befreien kann. Es geht darum sich wirklich mental frei zu machen, ohne dabei ein Yogi oder Shaolin-Mönch sein zu müssen. Es sind einfache Techniken, die schnell erlernt werden können und einem helfen die Dinge aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen.

Ein Buch zur Selbstreflektion.


Schwarzbuch Deutsche BahnWer demnächst eine lange Bahnfahrt vor sich und die passende Lektüre dafür noch nicht gefunden hat, sollte sich das Buch Schwarzbuch Deutsche Bahn näher anschauen. Es ist ein Traktat über die Zustände der Deutschen Bahn, die wohl so oder so ähnlich jeder Bahnfahrer schon einmal erleben musste. Die beiden ZDF-Reporter haben versucht Dinge aufzudecken, die sonst im Verborgenen bleiben und diese auf gut 300 Seiten zusammengetragen.

Das Schwarzbuch ist vor allem erst einmal eines: unterhaltsam. Nicht im Sinne eines Krimis, nein, vielmehr im Sinne einer Spannung, die den Leser dazu verführt bei der Stange zu bleiben und weiterlesen zu wollen. Die aufgezeigten Zustände lassen den Leser erbosen, aber auch Mitleid für die Bahnmitarbeiter aufbringen. Man sieht einmal hinter den Spiegel und kann sich in den sonst zu sturen und nervenden Schaffner hineinversetzen.

Was dem Buch jedoch auch negativ angerechnet werden muss, ist der Mangel an Analysen, oder gar Perspektiven, das Beschriebene zu ändern. Vielleicht ist das auch nicht nötig, geschadet hätte es jedoch nicht.

Es fasst aber auch all das zusammen, was wir nun in den letzten Jahren immer wieder aus der Presse erfahren haben und beschreibt leider zu gut die Zusammenhänge, bzw. die Vorfälle. Es nimmt auf jeden Fall mit und das kann man nicht leugnen. Denn Leid bewegt nun einmal.


Heilung unerwünschtWenn auch sie unter Neurodermitis leiden, wissen sie was für eine Qual diese Krankheit sein kann. Das ewige Jucken, das Kratzen bis es blutig wird und er ständige innere Druck unter dem man steht. Es ist, als würde sich die Haut gegen einen Stellen, der Körper gegen sich selbst arbeiten und o baut sich unwillkürlich Stress auf, der sich dann meist an falscher Stelle entlädt. Man wirkt permanent nervös und hektisch, da man nicht zur Ruhe kommen kann. Für Außenstehende ist das nicht immer leicht zu begreifen und man wünscht ihnen manchmal sie würden nur einen Tag in ihrer Haut stecken, aus erster Hand erleben, was es bedeutet Neurodermitis zu haben.

Die Pharmaindurstrie macht betroffenen momentan wenig Mut zur Heilung. Ewig und andauernd predigt sie, dass es keine wirkliche Heilung dafür gebe. Zu gewinnbringend sind hier andere Wirkstoffe, wie Kortison oder Immundepressive, da eine Stange Geld kosten und Nebenwirkungen hervorrufen, welche ja auch wieder mit Medikamenten behandelt werden müssen. Eine günstige Salbe, die frei von Nebenwirkungen ist und die Instanzen der Medikamentenprüfung in Deutschland bestanden hat, wäre hier mehr als schlecht für die umsatzorientierten Unternehmen.

Jedoch genau diese Situation beschreibt das Buch Heilung unerwünscht: Die dramatische Geschichte eines Medikaments von Klaus Martens. Ob man ihm alles genau so glaubt, ist jedem selbst überlassen. Es bringt einen jedoch zum Nachdenken und ist „ganz nebenbei“ ein Silberstreif am Horizont für alle Neurodermitisgeplagten.


Welche Marke steckt dahinterFür viele ist es eine Glaubensfrage, oder zumindest eine Frage des Geldes. Wo geht man einkaufen. Manche müssen schon aus Prestige zu Kaisers oder Reichelt, wo anderen Aldi, Lidl, Penny und Co. genügen. Die einen sagen, dass neben dem Preis eben auch die Qualität stimmt, wo die anderen behaupten, man merkt den Unterschied doch gar nicht!

Martina Schneider zeigt in ihren Büchern: „Aldi – welche Marke steckt dahinter?“ und dem Nachfolger: „Welche Marke steckt dahinter? Neues vom Markendetektiv“ was uns bei den Billigheimern so vorgesetzt wird. Haben die Sparfüchse letztlich vielleicht doch recht und man kauft ein gleichwertiges Produkt hier viel günstiger, ohne Abstriche bei der Qualität, dem Geschmack oder sonstigem zu machen?

Es ist schon interessant, welcher namhaften Marken sich unter „falschem Namen“ in die Regale der Discounter schleichen. Immerhin machen sie so doppelt Gewinn, ohne dass ihr Image Schaden nimmt. Denn wer auf Image und Qualität setzt und dafür einen happigen Preis berechnet, der kann nicht auf einmal günstig werden. Da muss schon der Umweg über einen neuen Produktnamen her, damit man seine produzierten Waren doppelt anbieten kann.

Eine interessante Lektüre, die wohl das eine oder andere Aha-Erlebnis auslösen wird und sie zukünftig evtl. davon überzeugt doch mal ein Schnäppchen zu schlagen.


Warum fällt das Schaf vom BaumKennen sie das Spiel: Ich packe meinen Koffer…? Nacheinander darf jeder was mehr oder weniger lustiges in den Koffer packen, bis die Reihe der Gegenstände immer größer wird und man irgendwann zwangsläufig etwas vergisst, oder durcheinander bringt. Hätten sie zuvor das Buch: Warum fällt das Schaf vom Baum: Gedächtnistraining mit der Jugendweltmeisterin, würden sie ihre Kontrahenten wohl um Längen schlagen.

Christiane Stenger kennen einige von ihnen vielleicht schon aus dem Fernsehen. Mit ihrem Talent sich Dinge zu merken, konnte sie ein ums andere Mal das Publikum begeistern und wurde auch noch Jugendweltmeisterin. Laut Einstein ist “Phantasie wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt”, daher muss man nur ein wenig umdenken, wenn man sich Dinge merken möchte. Zu Anfang von “Warum fällt das Schaf vom Baum” wird man dann auch gleich mal in kalte Wasser geschmissen und muss sich Zahlen, Namen, historische Daten und dergleichen merken. Wenn es ihnen wie mir geht, werden sie hier ein eher klägliches Bild abgegeben.

Was folgt ist eine kurze Erläuterung in die Arbeitsweise unseres Oberstübchens und warum es leichter ist sich Dinge visuelle zu merken. Ob kotzende Schafe, oder tanzende Bären, erlaubt ist was gefällt und hilft. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Gegenteil, wer sich absonderlicher Dinge merkt, kann sicher sein, sie nicht so schnell zu vergessen. Dem Leser werden verschiedene Hilfssysteme (Master-System, Routenmethode) an die Hand gegeben, so dass man peu á peu dazu lernt.

Es ist erstaunlich was man sich alles merken kann, wenn man nur weiß wie.