Ken Follet Das zweite Gedächtnis Ken Follett   Das zweite GedächtnisSeit seinem Debütroman „Die Nadel“ gehört Ken Follett zu den Topadressen unter den Autoren. Seine umfassenden Werke geben Einblicke in unbekannte Welten, sei es Afghanistan, das Mittelalter oder der Januar 1958 wie im vorliegenden Roman Das zweite Gedächtnis.

Darin geht es um das interstellare Wettrüsten der beiden Supermächte USA und Sowjetunion. Die USA sind momentan auf dem ungeliebten zweiten Platz, da die Kommunisten den Satelliten Sputnik in die Umlaufbahn gebracht haben. Sie setzen nun also alles daran, die Vormachtstellung im Kosmos zu übernehmen.

Inmitten dieser Szenerie erwacht ein Mann in Washington und kann sich an nichts erinnern. Stück für Stück versucht er, die Puzzleteile zusammenzusetzen und hinter das Geheimnis seiner Identität zu gelangen. Erschwerend kommt hinzu,

dass mysteriöse Gestalten ihm offenbar folgen und für ihn eine besondere Anziehungskraft von dem bevorstehenden Raketenstart ausgeht.

Follett gelingt es wieder einmal meisterlich, die Vergangenheit präsent zu machen. Seine umfangreiche Recherche wird hier mehr als deutlich. Noch mehr als das eigentliche Geschehen des Agentenromans fasziniert die Liebesgeschichte des Protagonisten. Das scheint sich wie ein roter Faden durch Folletts Bücher zu ziehen und kann hier erneut punkten.

Ein spannender Roman, der durch die gekürzte Fassung gegenüber dem Original noch an Tempo gewinnt.


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