Lebenslänglich von Liza Marklund
22
Mrz 10
Liza Marklund hat mit ihrer Reihe über Fälle von der Journalistin Annika Bengtzon einen wahren Reigen von Krimibüchern geschrieben, der sich nahtlos in den momentanen Skandinavien-Krimi-Hype einfügen lässt, den zuletzt Stieg Larsson mit seiner Trilogie befeuert hat.
Lebenslänglich ist dabei der 7. Teil dieser Reihe und schließt direkt an „Nobles Testament“ an. Man sollte daher die Vorgängerromane gelesen haben, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Gerade Leser, die sich bei „Nobles Testament“ etwas im Regen stehengelassen gefühlt haben, wird „Lebenslänglich“ aufmuntern und offene Fragen werden beantwortet.
In diesem Thriller geht es um den Mord an einem VIP-Polizisten, der in seiner Wohnung gefunden wird, wobei eine verstörte und blutüberströmte Ehefrau im Badezimmer entdeckt und sogleich zur Täterin erklärt wird. Sie soll auch den gemeinsamen Sohn umgebracht haben, doch fehlt von ihm jegliche Spur. Doch die Polizei und vor allem die Presse brauchen einen Schuldigen und so ist Julia, die Ehefrau, das gefundene Fressen. Die Journalistin Annika wird auf den Fall aufmerksam und nach einiger Recherche bemerkt sie Ungereimtheiten, die ihr Interesse wecken.
Wieder hat Liza Marklund eine spannende Ausgangssituation geschaffen und sie schafft es die Story ereignisreich und doch real zu erzählen. Auch die Protagonistin Annika und ihre persönlichen Probleme und Neurosen verhelfen der Geschichte zu einer Authentizität. Kurz vor Schluss bringt ein neuer Erzählstrang alles etwas durcheinander und man kann sich sicher sein, dass „Kalter Süden“ hier Licht ins Dunkel bringen wird.
PS: Wer übrigens von vorn anfangen möchte, der muss beim Debütroman „Olympisches Feuer“ beginnen.
