Sterbestunde 150x150 Michael Hübner   Sterbestunde Michael Hübner arbeitete als Keramiker, Logistiker und freiberuflicher Webdesigner, bevor er sich dem Schreiben widmete. Sein Erstlingswerk „Stigma“ war ein wahrer Überraschungserfolg, der auch ihn überrollte. Die Erwartungen für das Folgebuch waren denkbar hoch. Mit „Sterbestunde“ spielt er nun in der zweiten Runde um die Lesergunst und berichtet aus einem Fall des Koblenzer Kommissars Sven Becker, der neben abenteuerlichen Fällen auch seine poröse Ehe bearbeiten muss.

Die Polizeikollegen Sven Becker und Edmund Heibel untersuchen einen anfangs trivialen Unfall mit Fahrerflucht. Kurios wird die Situation, als auch andere Kollegen des Zivildienstleistenden, der bei dem Unfall das Leben verlor, ebenfalls den Tod finden. Die rätselhaften Umständen des Seniorenwohnheims Waldesruh rufen auch den unsympathischen Journalist Walter Koschny auf den Plan, der Becker nicht nur in seiner Arbeit behindert, sondern auch den einfachen Umgang überaus schwierig gestaltet. Noch mysteriösere Formen nimmt der Fall an, als bei einer Toten des Pflegeheims HIV-resistente Zellen diagnostiziert werden. Der Heimdirektor verschwindet und die Totenrate steigt weiter.

Wieder beweist Michael Hübner, dass seine schriftstellerische Tätigkeit lange überfällig war. Meisterhaft spannend gestaltet er den Erzählverlauf mit schnellen Wechseln, authentisch ausgearbeiteten Hauptfiguren und schlauen Auflösungen. Eine echte Krimifreude, auf die sich das Warten gelohnt hat.

 


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