Spiegelneuronen – ein Aha-Effekt
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Jun 09
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, woher eigentlich so etwas wie Intuition kommt? Manche Menschen scheinen gar übermenschliche Gaben in diesem Bereich zu haben, wohingegen andere kläglich auf diesem Gebiet versagen. Kann Intuition erlernt werden, oder ist es genetisch bedingt? Oder ist das alles nur Humbug und gehört ins Phantasieland der Pseudowissenschaftten?
Prof. Dr. med Joachim Bauer hat in seinem Buch: „Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone“ das Phänomen der Spiegelneurone genauer betrachtet und zeigt uns was es damit auf sich hat. In ersten Tests mit Schimpansen wurden sie erstmals entdeckt und zeugen von der Fähigkeit sich auf andere einzulassen, bzw. sie zu lesen. Spiegelneurone befinden sich in den Schläfenlappen und sind z.B. dafür verantwortlich, dass wir gähnen, wenn jemand anderes gähnt. Permanent beobachten wir unsere Umwelt und imitieren so auch das Verhalten andere Personen. Wenn sie im frühen Alter stimuliert werden, fördern sie die Intuition und das soziale Einfühlungsvermögen. In Zusammenarbeit mit rationalen Schlüssen sind sie ein mächtiges Instrument der nonverbalen Kommunikation. Fehlt jedoch eine Bezugsperson, ein Reiz, so verkümmern diese Spiegelneuronen und solche Menschen werden als asozial empfunden und können sich weniger gut in ihr Gegenüber hineinversetzen. Bei besonders starken Ausprägungen, wie Autismus, führen sie zu einer völligen Unfähigkeit zu sozialer Bindung.
Das Buch ist eine sachliche, schnörkellose aber ungemein faszinierende Abhandlung einer der spektakulärsten Entdeckung in der neueren Hirnforschung.
