20945397n SternschnuppenDer geneigte Leser, pardon die geneigte Leserin wird Anne Hertz vermutlich schon kennen. Glückskekse war einer ihrer ersten Romane und ist eingeschlagen wie ein Sahnetörtchen auf den Hüften. Sie gilt zwar als Vertreterin von typischen Frauenromanen, die auch gerne mal etwas kitschig daherkommen, aber immer durchweg gut lesbar sind und kurzweiliges Vergnügen bieten.

Mit Sternschnuppen ist Anne Hertz ihr vielleicht bisher bester Roman gelungen. Was ihn so besonders macht? Nun, zum einen wäre da der untypische Rollentausch. So ist die Protagonistin nicht wieder das trottelige Aschenputtel, das insgeheim nur darauf wartet gerettet zu werden. Nein, diese Frau ist eine Hoteldirektorin, die weiß was sie will. Leider kommt ihr dabei eine kleine Schwangerschaft in die Quere und zu allem Überfluss ist sie nun auch noch auf sich alleine gestellt, da sie ihren Freund mit der Sekretärin erwischt. Doch für eine Karrierefrau ist das kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Nichts, was man nicht auch mit einem Kindermädchen bewältigen könnte! Doch das möchte erst mal gefunden werden. Das Kindermädchen der Wahl heißt dann irgendwann Alexej und ist ein Mann, der wie man ihm jedoch zu Gute halten muss mit fünf Geschwistern eine ausreichende Qualifikation haben sollte.

Die Handlung der Story wird immer wieder mit der Hotelbranche verknüpft und zeigt auf witzige Art und Weise, wie es dort manchmal zugeht, nämlich drunter und drüber. Hotelkenner werden sich hier wiederentdecken und zustimmend nicken, wenn sie die Szenen lesen und gedanklich mit eigenen Erfahrungen in Verbindung bringen. Ein absolut gelungenes Buch.


Kommentar schreiben