Unter Haien 189x300 Unter Haien   Nele Neuhaus Aus dem Nichts war da plötzlich das Erstlingswerk einer jungen Autorin, die ihren Roman „Unter Haien“ anfangs noch selbst verlegte. Diese geringe Auflage konnte die sagenhafte Nachfrage natürlich nicht in Gänze abdecken. Der stetige Vergleich mit einem etablierten und hochkarätigen Autor wie John Grisham muss auch Nele Neuhaus irgendwann glaubhaft versichert haben, dass sie verdammt gut ist. In der Tat ist es ihr meisterhaft gelungen, Intrigen zu spinnen und eine bedrohliche Atmosphäre zu kreieren, bei der die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen.

Die Deutsche Alex Sontheim ist eine der angesehensten Investmentbankerinnen New Yorks. Doch auf der Suche nach Selbstverwirklichung ist ihr kein Erfolg groß genug. Möglichst viele Kontakte waren von jeher ein bequemes Mittel, die Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. Auch Sergio Vitali, einer der einflussreichsten Männer der Stadt, könnte eine dieser wertvollen Bekanntschaften sein. Entgegen aller Warnungen taucht sie ein in seine Welt aus schnellem Geld und zwielichtiger Macht. Ihr Kollege, St. John, nutzt derweil ihr Wissen für Insidergeschäfte, doch ihn zu stellen, ist kein leichtes Unterfangen. Sie selbst hat sich bis hierher bereits viel zu sehr verstrickt, als dass sie sich alleine aus diesem Dickicht befreien könnte. Jeder ist ein potenzieller Feind und Vertrauen ein Luxus, den sie sich nicht leisten kann.

Fein gezeichnete Charaktere, zahlreiche Überraschungen und eine korrupte Szenerie sind die bemerkenswerten Zutaten für Nele Neuhaus Debutroman, der für Furore sorgte. Ein erstklassiger Krimi und eine würdige Einleitung in eine große Karriere.


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