Wie man eine Feige isst
12
Jun 09
Ist es nicht interessant, wie sich ein einfacher Satz alleine durch das Weglassen eines unbestimmten Artikels vollkommen im Sinn verändert?! Nehmen sie den Titel dieses Artikels und auch Titel eines Buches, auf das ich gleich noch näher eingehe. Lässt man das Wort „eine“ weg, so könnte es ein Ratgeber für mutlose Menschen sein (wir lassen uns vom Doppel-s am Satzende mal nicht irritieren
).Wie werde ich ein Feigling sozusagen. Doch hier geht es genau um das Gegenteil, wagen sie etwas.
Der Ratgeber: „Wie man eine Feige isst“ soll sie dazu animieren Experimente zu wagen. Keine Sorge, hier geht es nicht um Bondage Spiele mit Seemannsknoten oder doppeltem Windsor. Vielmehr helfen schon kleinste Veränderungen, oder etwas Spontanität die sexuelle Begierde neu zu entfachen. Verbrennen erwünscht…
Dabei richtet sich der Ratgeber hauptsächlich, aber nicht ausschließlich an Frauen. Hier erfährt Frau, wie sie ihren Liebsten verwöhnt – da haben selbst wir Männer was davon. Dabei werden auch nicht Sexualpraktiken aus den 20er aufgegriffen und ausgelutscht. Vielmehr geht es um ein gelungenes Vorspiel, als das Kamasutra nachzujuckeln.
Sie erfahren was Froschsex, oder Pathologensex ist, auch wenn diese Informationen vielleicht lieber im Dunkeln geblieben wären. Kritik lässt sich evtl. an der schlechten Übersetzung anbringen, die wohl ein Asket mit keinerlei Bezug zum Thema, bzw. Humor geschrieben hat. Nichts desto trotz ist es ein witzig geschriebenes, unterhaltsames, aber vor allem erregendes Buch.
